Schimmelpilze sind ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt und fast überall zu finden. Bei einem Feuchte- und Schimmelpilzschaden kann es jedoch auf Grund der hohen Freisetzung von Schimmelpilzbestandteilen zu einer Gesundheitsgefahr kommen. Möglich sind allergene, toxische sowie infektiöse Wirkungen oder Geruchsbelastungen. Entscheidend sind hier das Artenspektrum und die Intensität. Hier gilt es schnell zu handeln.

Die Bewertung eines sichtbaren oder auch versteckten Schimmelpilzbefalls und dessen Belastung muss unter vielen Gesichtspunkten erfolgen und erfordert einen hohen Sachverstand.

Als erfahrender Sachverständiger und Baubiologe sind wir in der Lage die Situation ganzheitlich zu erfassen, mit qualitativen Messverfahren der Ursache auf den Grund zu gehen und eine Optimierungsberatung zu leisten.

Das Leistungsspektrum im Bereich Feuchte- und Schimmelpilze umfasst:

  • Baufeuchtemessung und Ursachenermittlung
  • Probenahme (Abklatsch-, Klebe- oder Materialproben)
  • Raumluftmessung als Luftkeim- oder Partikelsammlung
  • Thermographie-Aufnahmen
  • Sanierungsberatung
  • Unabhängige Freimessung nach Sanierungen
  • Gutachtenerstellung


Eine Raumluftmessung kann mögliche Belastungen der Raumluft mit Schimmelpilzsporen bestimmen. Auch können Kontakt- oder Materialproben zur Bestimmung der Schimmelpilzarten Aufschluss über gesundheitliche Gefahren geben.

Entscheidend ist jedoch die Ursache für die Schimmelpilzbildung heraus zu finden und nicht nur den Schimmelpilz oberflächig zu beseitigen. Bei dieser Schimmelpilz-Ursachenanalyse werden vom Sachverständigen mit Hilfe modernster Messmethoden (Thermografie, Feuchtemessgeräte) alle möglichen Ursachen (Feuchte, Temperaturen etc.) überprüft und bestimmt. Eine Laboranalyse des Schimmelpilzes kann weitere Hinweise über die Ursache geben und die Gesundheitsbelastung aufdecken.

Nach erfolgreicher Ursachen-Analyse, können die richtigen Maßnahmen zur Sanierung ergriffen werden, um nachhaltig dafür zu sorgen, dass sich kein neuer Schimmelpilz bilden kann. Durch diese Ursachenklärung können auch mögliche  Meinungsverschiedenheiten zwischen Mieter und Vermieter beendet werden. Falls notwendig kann ein Gutachten erstellt werden.

Hilfe und Kontakt: Tel. 02581 - 784 635 oder
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Weitere Infos zu Schimmelpilzen

Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze.
Diese sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt und normalerweise harmlos.

Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration in Räumen ein bestimmtes Maß, so kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für den Menschen kommen. Die Auswirkungen von Schimmelpilz in Innenräumen auf die menschliche Gesundheit sind ein vielfach diskutiertes, aber völlig unterschätztes Thema in der öffentlichkeit. Eindeutige Zusammenhänge zwischen Schimmelpilzbelastungen und Atemwegserkrankungen bzw. Allergien wurden in einer Vielzahl von Studien bestätigt. In den letzten Jahren haben Allergien und ähnliche Erkrankungen stetig zugenommen.

 Durch immer dichter schließende Fenstern und höhere Wärmedämmung kommt es zunehmend zu gesundheitsgefährdenden Belastungen in Innenräumen. Inzwischen ist es unstrittig, dass mikrobiologische Kontaminationen - wie z.B. durch Schimmelpilze - schwere Gesundheitsstörungen hervorrufen und/oder verstärken können.

Mögiche gesundheitliche Auswirkungen der Schimmelpilze:

  • - Allergene Wirkungen - hängen ab vom allergenen Potential der Schimmelpilzsporen.
  • - Toxische Wirkungen - Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen sowie die -
    Zellwandbestandteile (Glukane) können giftig wirken.
  • - Infektiöse Wirkungen - sie entstehen vor allem bei immungeschwächten Menschen,
    besonders gefährdet sind Kinder, Kranke und ältere Menschen.
  • - Geruchsbelästigung - sie kann die Lebensqualität beträchtlich beeinflussen.

 Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen

  • - Infektionskrankheiten
  • - Allergien
  • - Reizungen der Augen und Atemweg
  • - Müdigkeit
  • - Gliederschmerzen usw.

und dem Vorhandensein von Bakterien und verschiedenen Schimmelpilzarten in Räumlichkeiten. Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze können also krank machen, siehe Sick-Building -Syndrom.

Infos zur Schimmelpilz-Sanierung

Bei einer sach- und fachgerechten Sanierung kann auf eine Desinfektion meistens verzichtet werden. Mit staubarmen Techniken werden die befallenen Bauteiloberflächen entfernt, d.h. zum Beispiel Tapeten feucht abgenommen und Oberflächen abgefräst und anschließend eine Feinreinigung mit Staubsaugern mit Feinstaubfilter durchgeführt. Parallel und im Anschluss wird ein Raumluftreinigungsgerät mit Feinstaubfilter betrieben. Gier sollte immer ein Hepa-Filter zum Einsatz kommen.

Nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten ist immer eine Freimessung durch einen unabhängigen Baubiologen oder Sachverständigen empfehlenswert. So ist sichergestellt, dass die Sanierungsarbeiten erfolgreich durchgeführt wurden oder bei Bedarf das Sanierungsunternehmen nacharbeiten muss. Fragen Sie bei den Sanierungsunternehmen nach Zertifikaten zur Schimmelpilzsanierung. Es ist wichtig, dass sich die Unternehmen und ihre Mitarbeiter regelmäßig im Bereich der Schimmelpilzsanierung weiterbilden.

Noch ein Hinweis zur Desinfektion bei Schimmelpilzbefall: 
Immer wieder kommt es zu Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Notwendigkeit der Abtötung von Schimmelpilzen durch Desinfektion. Wenn ein Schimmelpilzbefall vorhanden ist, reicht es nicht aus, diesen mit Hilfe eines Desinfektionsmittels nur abzutöten. Auch ein abgetöteter Schimmelpilz kann weiterhin eine gesundheitliche Gefährdung für Sanierer und Raumnutzer darstellen. Zusätzlich wird die Wirkung von eventuell vorhandenen Mykotoxinen durch Desinfektionsmittel nicht aufgehoben. Somit besteht auch durch diese weiterhin ein Gefährdungspotential für den Menschen. Es muss also auch der abgetötete Schimmelpilz durch eine Feinreinigung entfernt werden. Somit kann man sich den Schritt der Desinfektion in vielen Fällen sparen.
Weiterhin besteht die Gefahr, dass Inhaltsstoffe der Desinfektionsmittel in den Räumen zurück bleiben und ein zusätzliches Gesundheitsrisiko bilden. Es hat schon Fälle gegeben, bei denen es nach der Anwendung von Desinfektionsmitteln zu gesundheitlichen Problemen der Raumnutzer gekommen ist und letztlich wieder eine teure Schadstoffsanierung durchgeführt werden musste.
Auch das Umweltbundesamt hat auf diesen Sachverhalt in einer Presseerklärung hingewiesen.

Hausmittel wie Essig oder Spiritus sind zum Abtöten von Schimmelpilzen nicht geeignet. Für kleinere Flächen kann 70-%iger Alkohol verwendet werden. Hierbei ist auf eine gute Belüftung der Räume zu achten. Achtung! Bei der Verwendung von größeren Mengen Alkohol besteht Explosionsgefahr. Bei allen Sanierungsarbeiten sind die einschlägigen Vorschriften und Richtlinien (z. B. Biostoffverordnung) zu beachten.

Schimmelpilze

Oftmals entwickeln sich Schimmelpilze im Verborgenen. Sie werden deshalb als mögliche Ursache von gesundheitlichen Beschwerden der Bewohner und Benutzer - die sehr verschieden sein können - zunächst nicht in Betracht gezogen.

Schimmelpilze mögen es gern feucht ! Die Luft in Innenräumen ist meist wärmer als die Außenluft und nimmt deshalb mehr Wasser als diese auf. Wird diese feuchte Luft nicht ausreichend und in geeigneter Weise nach draußen abgeführt, so kann die Feuchtigkeit an verschiedenen Stellen im Haus auskondensieren. Hiervon sind vor allem Fensterstürze, Raumecken, Schlafzimmerwände und Schrankrückseiten betroffen.

Schimmel an Decke in einer Dusche. Diese feuchten Stellen können ein idealer Nährboden für Schimmelpilze und Bakterien sein. Sind diese Stellen auch noch ein bisschen verstaubt oder mit anderen organischen Stoffen behaftet (Tapetenkleister, Fettrückstände aus der Küchenluft, alte Spinnweben), dann "reiben sich die Schimmelpilze die Hände". Aber auch Möbelstücke oder ganz einfach die Tapete an der Wand bieten gute Nahrung für Schimmelpilze.

Weitere Vorkommen sind u. a. Problemstellen im Mauerwerk oder in Decken, wenn bauliche Wasserschäden (z.B. defekte Dichtung an einer Dusche) nicht sofort und intensiv getrocknet werden.

Was können Sie nun bei Schimmelverdacht oder offenem Befall tun ?

Bei Verdacht auf Vorliegen eines verdeckten Schimmelpilzbefalls müssen die betroffenen Räume genauer untersucht werden. Eine solche Untersuchung setzt hohen Sachkenntnis voraus und sollte unbedingt durch eine Fachkraft durchgeführt werden. Werden nach eingehender Untersuchung Schimmelpilzquellen entdeckt, muss der Ursache für den Schimmelpilzbefall nachgegangen werden. Erst danach sollte man zielgerichtet die entsprechenden fachgerechten Sanierungsmaßnahmen einzuleiten. Auch hierbei ist eine fachlich kompetente Beratung ratsam, um die richtigen Entscheidung hinsichtlich einer evtl. anstehenden Sanierung treffen zu können.

Es ist nun keinesfalls ausreichend, den sichtbaren Schimmelbefall oberflächlich zu bekämpfen oder einen befallenen Bereich einfach austrocknen zu lassen, denn es muss auch häufig mit einer Gesundheitsgefährdung durch abgestorbene Mikroorganismen gerechnet werden. Auch die Sporen der Schimmelpilze können noch in starkem Maße vorhanden sein. Diese Sporen können bei entsprechend guten Bedingungen jederzeit wieder zu neuem Schimmelpilzwachstum führen!

Eine oberflächliche Behandlung der betroffenen Stellen sollte höchstens als vorübergehende Lösung akzeptiert und angesehen werden, wobei keine giftigen Schimmelbekämpfungsmittel verwendet werden sollten. Diese eingesetzten Gifte sind für Menschen, als auch für Tiere im Haus gesundheitsschädlich. Verwenden Sie nur ungiftige Mittel, die auch die Schimmelsporen zuverlässig abtöten. Schimmelpilzbekämpfung sollte immer umfassend und fach- und sachgerecht ausgeführt werden, das heißt auch: Oft ist Atemschutz angezeigt.

Schimmelpilzbestimmungen werden mit Materialproben, Kontaktproben, Luftkeimproben und Raumluftmessungen durchgeführt.

 


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